Die Anreise über den Wurzenpass

Die Entscheidung, die Reise über die Landstraße zu unternehmen, wurde hauptsächlich getroffen, um Mautgebühren zu sparen. Zusätzlich zeigte unser Navigationssystem an, dass mit erheblichem Stau zu rechnen sei und möglicherweise auch Grenzkontrollen aufgrund der Corona-Pandemie stattfinden könnten. Diese Informationen führten letztendlich zu unserer endgültigen Entscheidung.

Wir fahren vor Villach von der Autobahn ab und nehmen die Route über den Wurzenpass, da ich eine besondere Vorliebe für Pässe und Serpentinen habe.

Der Wurzenpass hat sich in der Tat als lohnenswert erwiesen. Auch wenn der Pass an sich möglicherweise nicht außergewöhnlich erscheint, ist er dennoch einen Umweg wert.

Auf der österreichischen Seite geht der relativ langweilige Anfang bzw. die Zubringerstraße zum Wurzenpass in die anspruchsvollen Serpentinen über, die sowohl für erfahrene Autofahrer als auch für Motorradfahrer eine interessante Herausforderung darstellen.

Wenn man sich dem Pass nähert, findet man dort auch einige Panzer sowie ein Museum, das umfassende Informationen über den Ersten Weltkrieg bietet. Dies liegt daran, dass dieses Gebiet während des Ersten Weltkriegs stark umkämpft war.

Da wir auf der Hinfahrt unter erheblichem Zeitdruck standen und nach 13 Stunden endlich unser Ziel erreichen wollten, haben wir die ausgestellten Stücke im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen. Stattdessen haben wir uns mit dem Blick aus dem fahrenden Auto zufriedengegeben.

Wurzenpass Österreich

Der Weg zum Wurzenpass ist eher unspektakulär, die Straße schlängelt sich durch dichte Wälder und geht allmählich in sanfte Serpentinen über.

Dies sind die ersten Bilder, die wir nach der Überquerung des Wurzenpasses aufgenommen haben.

Über den Wurzenpass:

Der Wurzenpass ist ein bedeutender Alpenpass, der die Karawanken überquert und eine Verbindung zwischen Kärnten in Österreich und der Region Gorenjska in Slowenien herstellt. Auf der Strecke von Ljubljana über Jesenice und Kranjska Gora bis nach Villach erreicht der Pass eine Höhe von 1071 Metern über dem Meeresspiegel. Die Passstraße ist vollständig asphaltiert und eignet sich sowohl für den Motorrad- als auch für den PKW-Verkehr.

Interessant für einen Zwischenstopp:

Die Bunkeranlagen haben eine lange und interessante Geschichte, und das Bunkermuseum Wurzenpass ist ein großartiger Ort, um mehr darüber zu erfahren. Die Bunkeranlagen wurden im Kalten Krieg errichtet und blieben lange Zeit der Öffentlichkeit unbekannt, da sie offiziell als geheim eingestuft waren. Nach ihrer Außerdienststellung im Jahr 2002 wurde das Museum im August 2005 wiedereröffnet und ist seitdem jährlich von Mai bis Oktober für die Allgemeinheit zugänglich. Das Museum bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern einen umfassenden Einblick in die Bunkeranlagen sowie in die Geschichte und Hintergründe ihrer Errichtung und Nutzung.